Projektmanagement-Begriffe

 Home    Impressum    Kontakt    AGB    Datenschutz    FAQ    Wiki

.... Projektmanagement

 Know How ....

 Sie sind hier: Wiki - Begiffe
 Gehe zu:       Inhalt        Begriffe
 

Begriffe zum Projektmanagement

 

Wie jede Management-Disziplin verwendet auch das Projektmanagement seine eigenen Begrifflichkeiten. Um Verwirrung hintan zu halten, haben wir hier ein kurzes Glossar der wesentlichen Begriffe des Projektmanagements für Sie zusammen gestellt.
 

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z

 

 
- A -
 
 
Ablaufdiagramm
 
siehe Projektablaufplan (PAP).
 
 
Abnahmebereitschaft
 
Projektzustand in welchem alle Bedingungen für die Projektabnahme seitens des Auftragnehmers und des Auftraggebers erfüllt sind.
 
 
Abnahmeerklärung
 
Formale Erklärung des Auftraggebers, dass die Bedingungen für die Projektabnahme erfüllt sind und das Projekt abgeschlossen werden kann.
 
 
Abnahmekriterium
 
Im Angebot festgehaltene, messbare Bedingung zur Feststellung, dass das Projekt die Geschäftsabsichten, bzw. den Bedarf des Kunden befriedigt. Für die spätere Projektabnahme bindend. Beinhaltet die Steuerung des Projektdreiecks.
 
 
Abnahmeprotokoll
 
Dokument die Ergebnisse aller in der definierten Abnahmeprozedur festgelegten Teilüberprüfungen (siehe auch Abnahmekriterium).
 
 
Abschlussrechnung
 
siehe Endabrechnung.
 
 
Akzeptanzkriterien
 
siehe Abnahmekriterium.
 
 
Anforderungsmanagement
 
Zentrales Repository mit formalisierten Beschreibungen aller Anforderungen und einem Prozess, der dafür sorgt, dass jede Anforderung im Repository erfasst und in eine neue Version der Lösung oder einen Change-Request überführt wird.
 
 
Arbeitspaket
 
Gliederungselement des Projektstrukturplans (PSP). Zusammenfassung von logisch oder vom Projektablauf her zusammenhängenden Projekttätigkeiten.
 
 
Aufwandsabschätzung
 
Bestandteil der Planung eines Projektes. Enthält die Abschätzung des zur Durchführung des Projektes erforderlichen Aufwandes; in der Regel gegliedert nach Arbeitspaketen und/oder Stundensätzen der verschiedenen Projektrollen.
 
 
Aufwandsschätzung
  
siehe Aufwandsabschätzung.
 
- B -
 
 
Bedarf
 
Der als Mangel erlebte Wunsch des Auftraggebers nach dem Erwerb von Gütern oder Dienstleistungen.
 
 
Budget
 
Freigegebener und damit festgesteckter, maximal verfügbarer finanzieller (Kosten-)Rahmen des Projektes.
 
 
Budgetverantwortliche(r)
 
Rolle derjenigen Person, die für die Bewirtschaftung eines Budgets zuständig ist. Er/Sie trägt die Verantwortung für die Einhaltung des Budgets, sowie für Budgetüberschreitungen.
 
 
Business Case
 
Analyse eines Geschäftsszenarios im Hinblick auf dessen Rentabilität gegenüber der dazu notwendigen Investition. Dient zur Darstellung und Abwägung prognostizierter finanzieller und strategischer Auswirkungen und Risiken eines Projekts.
 
- C -
 
Change
 
Eine Veränderung - in der Regel eine Erweiterung - des Projektumfanges.
 
 
Change Management
 
System von Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten, die eine Veränderung bewirken. Umfasst die entscheidungsreife Aufbereitung von Changes.
 
 
Change Request
 
Der Antrag, einen Change zum Bestandteil des vereinbarten Projektergebnisses zu machen. Hat in der Regel Auswirkungen auf das Budget.
 
- D -
Dringlichkeit
 
Notwendigkeit, kurzfristig zu handeln. Nicht zu verwechseln mit Wichtigkeit.
 
- E -
 
 
Eintrittswahrscheinlichkeit
 
Statistische Wahrscheinlichkeit mit der ein bestimmtes Ereignis eintrifft, bzw. ein bestimmter Zustand eintritt. Wird im Risikomanagement verwendet zur Berechnung des Risikos.
 
 
Einzelkosten
 
Kosten, welche einem Bezugsobjekt direkt zurechenbar sind; im Gegensatz zu Gemeinkosten.
 
Endabnahme
 
siehe Projektabnahme.
 
 
Endabrechnung
 
Abschließende Abrechnung von Forderungen unter Berücksichtigung bereits gestellter (Abschlags-)Rechnungen; letzte Rechnung an den Auftraggeber.
 
 
Erfolgsfaktor
siehe Abnahmekriterium.
 
 
Erfolgskriterium
 
siehe Abnahmekriterium.
 
 
ERP-System
 
Enterprise-Resource-Planning System. Software zur rechtzeitigen und bedarfsgerechten Planung, Steuerung und Verwaltung von Kapital, Personal, Betriebsmitteln, Material, IT- und Kommunikationstechnik im Sinne des Unternehmenszwecks.
 
 
Eskalation
 
Vorgehensweise, die angibt, wer wann und in welcher Form eine Entscheidung an die jeweils nächsthöhere Organisationseinheit weitergibt.
 
 
Excecutive Sponsor
 
Rolle im Projektmanagement. Leitender Angestellter eines Unternehmens sein, der gegenüber dem Unternehmen für den Erfolg des Projekts verantwortlich ist. Idealerweise nicht-ständiges Mitglied im Lenkungskreis.
 
- F -
 
 
Firmenkultur
 
siehe Unternehmenskultur.

 
- G -
 
 
Gemeinkosten
 
Kosten, die einem Kostenträger nicht direkt zugerechnet werden können; im Gegensatz zu Einzelkosten.
 
 
Gemeinkostenaufschlag
 
Prozentualer Zuschlag auf Einzelkosten, der eine dem Verursachungsprinzip entsprechende Zurechnung der Gemeinkosten auf die Kostenträger ermöglichen soll.
 
 
Geschäftsabsicht
 
Hinter einer geschäftlichen Motivation (siehe Historie) stehender, erstrebter Nutzen oder Zweck.

 
- H -
 
 
Herstellungskosten
 
Aufwendungen, die durch Verbrauch von Gütern und Inanspruchnahme von Diensten zur Herstellung eines Vermögensgegenstands oder seine wesentliche Verbesserung entstehen.
 
 
Historie
 
Geschichtlicher Hintergrund einer Geschäftsabsicht.

 
- I -
 
 
IPMA
 
International Project Management Association; ein von Europa ausgehender weltumspannender Projektmanagementverband.

 
- J -
 
Jour Fixe
 
Im Projektmanagement ein regelmäßiger, meist im wöchentlichen Turnus stattfinder Termin zwischen dem Projektleiter und seinem Projektteam.

 
- K -
 
 
Kostenschätzung
 
siehe Aufwandsabschätzung.
 
 
Kostenträger
 
Die in einem Unternehmen hergestellten Produkte oder Dienstleistungen.
 
 
KPI
 
Key Performance Indicator. Kennzahl, anhand derer der Erfüllungsgrad wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren ermittelt werden kann.

 
- L -
 
 
Lenkungsausschuss
 
siehe Lenkungskreis.
 
 
Lenkungskreis
 
Das strategische Steuerungsgremium des Projekts. Begutachtet den vom Projektleiter vorgestellten Projektstatus und trifft Entscheidungen über das Projekt. Setzt sich zusammen aus vom Kunden und vom Lieferanten gewählten Vertretern.
 
 
Lieferbestandteil
 
Klar definiertes und eindeutig messbares Ergebnis der Projekttätigkeit.
 
 
LOP
 
Liste offener Punkte. Steuerungsinstrument des Projektleiters zur Kontrolle der Aufgaben von Projektmitgliedern; einzelne Bestandteile von Arbeitspaketen.

 
- M -
 
 
Mangel
 
Eigenschaft eines Projektergebnisses, welches nicht den Abnahmekriterien entspricht.
 
 
Meilenstein
 
Ereignis von besonderer Bedeutung. Teilt den Projektverlauf in Phasen mit überprüfbaren Zwischenzielen. Erleichtert die Projektplanung und die Kontrolle des Projektfortschritts.
 
 
Meilensteinplan
 
Gröbere Form des Projektstrukturplans. Enthält nur Anfangs- und Enddatum, sowie die wesentlichen Projektphasen und Meilensteine.
 
 
Messkriterium
 
siehe Abnahmekriterium.

 
- N -
 
 
Nachbesserung
 
Behebung eines bei der Projektabnahme festgestellten Mangels.
 
 
Notfall
 
Eintreten eines (bekannten oder unbekannten) Risikos.
 
 
Notfallkonzept
 
siehe Risikonotfallplan.
 
 
Notfallplan
 
siehe Risikonotfallplan.

 
- P -
 
 
Pflichtenheft
 
Dokument zur Beschreibung, wie der Auftragnehmer die Anforderungen des Auftraggebers zu lösen plant.
 
 
PMBoK
 
Project Management Body of Knowledge; ein weit verbreiteter Projektmanagement-Standard.
 
 
PRINCE2
 
Projects in Controlled Environments; eine prozessorientierte und skalierbare Projektmanagement-Methode.
 
 
Projektablaufplan (PAP)
 
Eine grafische Darstellung der zeitliche Abfolge der Arbeitspakete, z.B. in Form eines Gannt- oder Balkendiagramms. Ergänzt den Projektstrukturplan (PSP).
 
 
Projektabnahme
 
Die Bewertung der Projektergebnisse nach Qualität, Terminen und Kosten.
 
 
Projektdreieck
 
Eine grafische Darstellung der Abhängigkeiten der 3 Kernfaktoren für den Erfolg eines Projektes: Zeit, Kosten/Budget und Leistung bestimmen die Qualität. Sie stehen in direkter Verbindung zueinander und sind von einander abhängig.
 
 
Projektergebnis
 
siehe Lieferbestandteil.
 
 
Projektfortschrittsbericht
 
Übersicht über den Projektstand samt zuletzt erledigten und in der nächsten Periode anstehenden Tätigkeiten, aktuellen Risiken, Eskalationen und Entscheidungen. Enthält in der Regel eine Übersicht über Gesamt-Projektfortschritt und Kosten.
 
 
Projekthandbuch
 
Eine dokumentierte Zusammenstellung von Kontakten, Informationen, Regelungen und erforderlichen Standards für die Planung und Durchführung eines bestimmten Projekts.
 
 
Projektmanagement
 
Alle Tätigkeiten, die das Initiieren, die Planung, die Umsetzung (Steuerung und Kontrolle), sowie das Abschließen von Projekten umfassen.
 
 
Projektmanagement Office (PMO)
 
Geschäftseinheit zur administrativen und operativen Unterstützung des Projektleiters; z.B. in der Bereitstellung von Kostenplänen, Statusberichten, etc.
 
 
Projektrollen
 
Identifikator zur Beschreibung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten; Beispiele sind: Executive Sponsor, Projektleiter, Lenkungskreismitglied oder Lösungsarchitekt.
 
 
Projektstrukturplan (PSP)
 
Eine Gliederung des Projektes in Phasen, Arbeitspakete und Teilaufgaben.
 
 
Projektstrukturplanelement
 
Bestandteil eines Projektstrukturplans (PSP). Beispiele sind: Phase, Arbeitspaket, Teilaufgabe.
 
 
Projektumfang
 
Aufstellung der Tätigkeiten und zu produzierenden Projektergebnisse, bzw. Lieferbestandteile.
 
- R -
 
 
Repository
 
Zentrale Ablage der formalisierten Beschreibungen aller Anforderungen; siehe auch Anforderungsmanagement.
 
 
Return on Invest (ROI)
 
Kennzahl zur Messung der Rendite einer Tätigkeit, gemessen am Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
 
 
Risiko
 
Der in der Projektplanung und -steuerung zu berücksichtigende, mögliche negativer Aspekt einer Möglichkeit; Gegenstück der Chance.
 
 
Risikoanalyse
 
Die Ermittlung von möglichen Risiken im Projekt hinsichtlich ihrer Ursachen und Wirkungen.
 
 
Risikobewertung
 
Bewertung der Bedeutung oder Schwere eines Risiko; wird in der Regel berechnet durch Multiplikation der Eintrittswahrscheinlichkeit mit der Schadenhöhe.
 
 
Risikomanagement
 
Alle Tätigkeiten zur Identifikation & Steuerung eines Risikos. Umfasst die Risikoanalyse, die Risikobewertung, die Planung von Maßnahmen (siehe Risikomanagementplan), sowie von Notfallmaßnahmen (siehe Risikonotfallplan).
 
 
Risikomanagementplan
 
Auflistung aller erkannen Risiken samt deren Ursache, Wirkung und Risikobewertung, sowie von Anweisungen zur Steuerung derselben.
 
 
Risikonotfallplan
 
Planung von Maßnahmen für den Fall, dass der Risikomanagementplan scheitert; das Risiko also zum Schadenfall wird.
 
 
Risikowahrscheinlichkeit
 
siehe Eintrittswahrscheinlichkeit.
 
 
Rückwärtsterminierung
 
Methode zur Bestimmung des Projektstarttermins. Das Projekt wird dabei von seinem terminlichen Ende ausgehend geplant. Das logische Pendant zur Rückwärtsterminierung ist die Vorwärtsterminierung.
 
- S -
 
 
Schadenfall
 
siehe Notfall.
 
 
Schadenhöhe
 
Höhe des wirtschaftlichen Schadens bei Eintreten eines Risikos.
 
 
Scope
 
siehe Projektumfang.
 
 
SMART
 
Methodik zur Definition klarer und messbarer Ziele. SMART steht für "Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch und Terminiert".
 
 
Stakeholder
 
Person deren Interessenlage einen Einfluss auf das Projekt hat oder haben könnte.
 
- T -
 
 
Trendanalyse
 
Methode zur Vorhersage zukünftiger Stati durch Extrapolation historischer Daten.
 
- U -
 
Umfang
 
siehe Projektumfang.
 
 
Umfangserweiterung
 
Erweiterung des Projektumfangs im Hinblick auf das Projektdreieck, sowie erwartete Projektergebnisse.
 
 
Unternehmenskultur
 
Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die Mitarbeiterverhalten und Erscheinungsbild des Unternehmens prägen.
 
- V -
 
 
Verfahrensanweisung
 
Nachvollziehbare Dokumentation verbindlichen Arbeitsvorschriften. Beispiel: Das Handbuch "Projektmanagement-in-a-Box".
 
 
Vision/Scope
 
Klärung von Bedarf und Projektumfang.
 
 
Vorwärtsterminierung
 
Methode zur Bestimmung des Projektendetermins. Das Projekt wird dabei von seinem terminlichen Anfang ausgehend geplant. Das logische Pendant zur Rückwärtsterminierung ist die Rückwärtsterminierung.
 
- W -
 
 
Wasserfall-Modell
 
Lineares Vorgehensmodell; in aufeinander folgenden Projektphasen organisiert.
 
 
Wichtigkeit
 
Die schwerwiegende Bedeutung (der Auswirkungen) eines Sachverhaltes. Nicht zu verwechseln mit Dringlichkeit.
 
 
Work-Breakdown-Structure (WBS)
 
siehe Projektstrukturplan.

 

 © 2015 - 2021 Künnemann Consulting & Dipl.-Ing. Walter Abel Management Consulting

Zuletzt aktualisiert am 19.02.2021